< Neujahrskonzert 2016 - 02. Januar - 19.30 Uhr - Nordgauhalle Nabburg
05.01.2016

Melodienreich in das Neue Jahr

Es war ein gelungener Start: Mit notenreichem Schwung spielte sich die Jugendblaskapelle in das Jahr 2016 und in die Herzen der Zuhörer. Weit über zwei Stunden lang begeisterte sie am Samstag in der Nordgauhalle die gut 600 Besucher. Da fehlte es auch nicht an rockigen Überraschungen.

Das lange intensive Proben hatte sich gelohnt: Die Jugendblaskapelle erntete bei ihren Neujahrskonzert viel Beifall von über 600 Zuhörern.

Alexandra Gietl und Julia Michnik überzeugten das Publikum mit ihrer Abba-Darbietung.

Nabburg. (bph) Mit den festlichen Klängen der „Unity Fanfare“ eröffnet das Orchester einen fulminanten Abend. Bei diesem Werk von Otto Schwarz ließen sich die Akteure sogleich zu Höchstleistungen anspornen und stimmten damit das Publikum auf einige notenreichen Stunden ein. Die bombastische Intonation des folgenden Stückes „Valhalla“ erinnerte stark an die Werke von Richard Wagner. Die kompakte Ouvertüre von James L. Hosay begann als Fanfare mit strahlenden Blech und Saxofonen, um nach und nach von Holzbläser ergänzt zu werden. Das Werk endete in einem prächtigen Finale.

Auf besondere Weise war die Fantasie der vielköpfigen Zuhörerschar bei dem Titel „The New Village“ gefordert. Der Holländer Kees Vlaak schaffte es, die klingende Dorfgeschichte in einen emotionalen Hörgenuss zu verwandeln und dabei die Vergangenheit mit der Zukunft zu versöhnen. Darüber hinaus eine gute Gelegenheit für das Orchester, sein breites und vielfarbiges Klangspektrum zu entfalten. Die Schnellpolka „Unter Donner und Blitz“, eine mitreißende Komposition von Johann Strauß, ließ im Anschluss wenig Zeit zum Sinnieren bei diesem dritten Neujahrskonzert. Flott und straff, wie ein wahres musikalisches Gewitter ging die Bearbeitung von Karl Pfortner auf die Zuhörer nieder.

Auch stark im Gesang
Erhabene Fanfaren luden bei „Alpina Saga“ von Thomas Doss in die Berge ein. Facettenreich beschrieben wird darin die Schönheit einer Bergwanderung mit all ihrer Gefahr und Pracht. Dabei waren die Souveränität des Spiels bei technisch anspruchsvollen Passagen und die gesanglichen Einlagen zu bewundern.

Nach dieser österreichischen Auftragskomposition eröffnete sich beim darauf folgenden Konzertmarsch ein ganz besonderer Ausblick: „Überm Horizont“, so der Titel einer Neukomposition von Daniel Käsbauer. Trompeter und Flügelhörner mussten sich dabei mächtig ins Zeug legen, um die für das "hohe Blech" nicht ganz einfache Komposition gelingen zu lassen.

Viel versprechende Jugend
Nach der Pause bewies zunächst das Nachwuchsorchester, dass die Jungbläser auf einem guten Weg in die sinfonische Besetzung der "Großen" sind. Es präsentierte Lebensfreude pur im zweiten Teil des Abends in der modernen Ouvertüre „Pleasure of Life“. Dies gelang ebenso wie Sound-Highlights aus dem gleichnamigen Film „Guardians of The Galaxy“. Tyler Bates schrieb die Musik zum US-amerikanischen Science-Fiction-Actionfilm aus dem Jahr 2014. Das Zuhören bereitete viel Vergnügen bei der Reise in die Galaxie.

Es folgte Thomas Asangers „In aller Kürze“, ein Stundenchor mit vielen verschiedenen Klangcharakteren, sowohl sanft als auch marschartig, zurückhaltend und fordernd. Bewegende, spannungsgeladene Filmmusik aus der Feder von John Williams kam mit „Highlights from Hook“ zur Aufführung, eine aktualisierte Form der Legende von Peter Pan. Auch hier war die orchestrale Leidenschaft der engagierten Spieler nicht überhörbar. Der Titel „Always on the bright side of Life“ unter der Stabführung von Karin Raab lud darauffolgend ein zu relaxen und feiner Entspannung. Im Stückwurde das „Leben des Brian“ von der heiteren unbeschwerten Seite betrachtet.

Abba und Coldplay
Als Überraschung präsentierte das Orchester „I know him so well“ - Ich kenne ihn so gut. In der Komposition der männlichen Musiker von ABBA - Björn Ulvaeus und Benny Andersson - glänzten stimmlich Alexandra Gietl und Julia Michnik. Für ihren beeindruckenden Vortrag ernteten die beiden Eigengewächse des Orchesters großen Beifall.

Eingängige Melodien und rhythmische prägnante Grooves offenbarte „Coldplay on Stage“, ein Arrangement von Siegfried Rundel. In diesem Medley liefen die Musiker bei den Werken der britischen Pop-Rock-Band in Clocks, Lost und Viva la Vida erneut zur Höchstform auf und begeisterte in tobendem Klangrausch. Mit dem „Florentiner Marsch“, dem wohl bekanntesten Marschmusikwerk von Julius Fucik, steuerte der Konzertabend auf die Zielgerade.

Den Wunsch nach Zugaben erfüllte die Kapelle in jugendlich frischer Spiellaune mit „All about the Bass“ von Megan Trainor und dem obligatorischen „Rainer Marsch“ mit eigenem Text, der heimlichen Hymne der Jugendblaskapelle Nabburg. Die Moderation des kurzweiligen Abends oblag der Musikerin Antiona Giehrl.


© Jugendblaskapelle Nabburg e.V. 2016